Alles Gute kommt von oben

21.05.2019

Hilfe für den Straussee - CDU mahnt: das was wir ohne Gutachten machen können, liegt seit Jahren auf dem Tisch

Bereits vor über 20 Jahren hat das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung vor einer Versteppung von Brandenburg und insbesondere von Ostbrandenburg gewarnt. Mehr Hitze und Trockenheit wurden vorausgesagt. Seit 2004 liegt ein Gutachten zur Verbesserung des Landschaftswasserhaushaltes beim Straussee und Annatal vor. Seit dem mahnt die CDU Strausberg zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Es wurde vorgeschlagen, durch sorgsamen Umgang mit prognostiziert weniger werdende Niederschläge den Landschaftswasser- und Grundwasserhaushalt zu stützen. Hierfür wurden bis zu 80 Maßnahmen vorgeschlagen, die zum Teil nur wenig gekostet hätten.

Die CDU Strausberg war nun jüngst bei den Berliner Wasserbetrieben um sich zu erkundigen. Bei der Werksführung im Klärwerk Münchehofe wurde gefragt, wo kommt Wasser her, wo geht es hin und was kann man für Strausberg und seinen See tun. Zu den hiesigen Spekulationen konnte zwar nichts in Erfahrung gebracht werden. Aber dennoch wurde deutlich, wir müssen umdenken. Aus jedem Niederschlag  bestünde wohl bis zu 30 % Potential für den Wasserhaushalt, der Rest verdunstet. Aber jene 30% können versickern und so den Grundwasserhaushalt speisen oder als Oberflächenwasser erhalten bleiben. Derzeit fließt Strausberger Regenwasser in die Kanalisation, völlig unnütz und zum Leidwesen des Klärwerkes, weil zu viel Regenwasser die Kläranlage schwemmt. Versickerung braucht ein intaktes Biotop. Das Klärwerk Münchehofe hat sogar ein eigenes zu Forschungszwecken angelegt und ist sich sicher, Artenvielfalt heißt eine Lösung auch für unseren Wasserhaushalt.

Die CDU Strausberg wird weiter jede Baumaßnahme in Strausberg auf Ihre Auswirkungen auf den Landschaftswasserhaushalt prüfen und darauf achten, dass keine negativen Folgen für den Wasserhaushalt eintreten. Es darf kein Regenwasser mehr in die Kanalisation gelangen und damit für den Straussee verloren gehen. Hierfür sind die erforderlichen baulichen Maßnahmen, z. B. an der Hegermühlenstraße, unverzüglich anzugehen und künftige Baumaßnahmen entsprechend zu planen. Regenwasser muss immer dem Grundwasser zugeführt werden. Viele weitere Maßnahmen wurden besprochen oder ergeben sich aus bereits vorliegenden Studien. Für mehr Infos sprechen Sie uns an.

Fuchs, Blumenthal