CDU - das "C" steht für Verantwortung für Natur und Schöpfung, auch bei der Stadtplanung

10.02.2019

Berühren Sie im Sommer mal in der Sonne liegenden Asphalt. Dieser kann sehr heiß werden. Wiesen und Waldböden hingegen absorbieren deutlich weniger Wärme. An heißen Tagen und einer Lufttemperatur um 30°C kann Asphalt schnell die 60°C übersteigen, während Waldböden kaum die 20°C Marke überschreiten. Durch die Absorbierung von Wärme trägt Bebauung zu einem gewichtigen Teil zur Globalen Erwärmung teil. So werden in großen Städten teilweise bis zu zehn Grad höhere Temperaturen gemessen als im ländlichen Umland. Mit jedem Quadratmeter den der Mensch baulich versiegelt, baut er eine Heizung für die Natur und verstärkt damit den globalen Erwärmungsprozess. Zudem versiegeln bebaute Flächen den Erdboden und hindern Regenwasser so am Versickern. Durch Kanalisation abgeleitetes Wasser speist folglich nicht mehr das Grundwasser, steht der Flora nicht zur Verfügung und kommt auch nicht mittels Verdunstung wieder in den Naturkreislauf, was denklogisch weniger Niederschläge nach sich zieht. Dass das für die Erde und Menschheit zunehmend und auf Dauer ungesund ist, begründet sich in der Verödung und Versteppung von Naturraum, Verdrängung von Flora und Fauna mit allen Konsequenzen wie Rückgang des Grundwassers und der Seen, weniger Photosynthese, Unbrauchbarkeit landwirtschaftlicher Nutzflächen usw.

Unsere Mütter und Väter haben das gewusst. Die bereits vor 1990 entstanden Wohngebiete in Strausberg sind positive Beispiele für nachhaltig angelegte Wohngebiete. Zwischen den Wohnblöcken ist viel Abstand, den man parkähnlich angelegt hat und zur Erholung oder Spielen nutzen kann. Obendrein wird dadurch die Natur geschont, Wasser kann versickern und der Boden bleibt kühl. Der Strausberger Bebauungsplan muss solche Zwischenräume auch künftig gewährleisten, er muss ausreichend Naturraum vorhalten. Sonst wird aus der Grünen Stadt am See zunehmend die überhitzte Stadt mit dem Wasser in der Kanalisation.

Blumenthal

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