Festsaal Strausberg

24.05.2019

Der Norden von Strausberg entwickelt sich seit Jahren kontinuierlich und prima. Bestehen die Discounter schon länger, sind inzwischen viele Wege und Wohngebäude saniert, Ärztehäuser entstanden, die Klinik im Ausbau, hinter dem Stadion ein neuer Kindergarten entstanden, das Stadion selbst in Planung zur Modernisierung und bald dürfen wir auf ein neues Gymnasium hoffen. Es ist zu wünschen, dass der historische Festsaal ein Teil dieser positiven Entwicklung wird.

Nicht zu wünschen hingegen ist, dass die Stadt selbst ungekonnt einen Festsaal betreibt. Die aktuellen Diskussionen um das Gebäude bürgen die Gefahr, ein Konkurrenzobjekt zum Volkshaus teuer zu erkaufen. Das könnte dazu führen, dass beide Verantstaltungsorte sich nicht tragen und wir in Folge dessen einen weiteren Ort der Kultur verlieren, statt zu gewinnen. Schließlich kostet die Herrichtung Millionen, der jährliche Betrieb Hunderttausende. Alles für vielleicht zwei Samstage im Monat, einmal im Jahr Right Now indoor? Steuergelder sind endlich! Und was den paar Anwohnern am Kulti unlängst zu laut ist, wird wohl den Bewohnern gegenüber des Festsaals nicht besser gefallen.

Eine sinnvolle Nutzung ergibt sich vielleicht im Zuge des neuen Gymnasiums. Eine Eingliederung des Festsaals in eine Art Campus für Bildung und Sport, synergetisch mit der Energie-Arena, der Volkshochschule und der Schwimmhalle, als Mensa, Bibliothek, Bildungscafé bspw. Bei der guten Stadtentwicklung findet sich vielleicht auch ein Investor, für einen Gastrobetrieb mit Galerie und Kleinkunstbühne oder etwas völlig innovativ Neues. Kommunale Förderung könnte bei der Sanierung des Denkmals und bei kulturellen Projekten unterstützen. Es wäre schön wenn das Gebäude erhalten bliebe. Wir sind für alles offen, was Strausberg nachhaltig bereichert. Also her mit den Ideen.

Blumenthal