Nun ist es raus.

29.03.2020

Die Präsentation über das Gutachten zur Stabilisierung des Landschaftswasserhaushaltes im Einzugsgebiet des Straussees ist online. Damit ist es endlich raus. Die Hauptursachen für den Wasserstandsrueckgang im Straussee sind die langjährige Abnahme der Niederschläge, die anhaltende Zunahme der Sommertemperaturen und die nicht ausgewogene Entnahme von Grundwasser. Da wir die klimatischen Parameter, die ja auch für Nachbarseen zutreffen, nicht beeinflussen können, bleibt also letztlich nur der offensichtlich unsachgemäße Umgang mit dem Grundwasser. Damit sind in vollem Umfang die Befürchtungen bestätigt worden, die von sachkundigen Strausbergern, vor allem auch von der Bürgerinitiative zur Erhaltung des Straussees e. V. geäußert worden waren.

Nach den von den Gutachtern angestellten Modellberechnungen fehlten dem Straussee zur Sicherung seines mittleren Wasserstandes in der Zeit von 2012 bis 2018 im Durchschnitt 14 Liter pro Sekunde (!). Dagegen könne man folgendes tun.
Zum Ersten müsse langfristig Wasser aus dem Gamengrund dem Straussee zugeführt werden.
Zweitens müssen die Wasserentnahmen zumindest auf das Niveau von 2014 zurückgefahren werden. Damit könnte man den Wasserstand um 20 cm anheben.
Drittens müsste die umgebende Landnutzung radikal geändert werden. Ersetzt man Nadelwald durch Wiesen, könne eine Erhöhung des Wasserstandes von 30 cm erwartet werden.
Viertens haben die umgebenden Wasserwerke unmittelbaren Einfluss auf den Straussee. Durch sie und durch ihr Verhalten zum Grundwasser kann direkt auf den Wasserstand des Straussees eingewirkt werden.

Daraus ist zu folgern:
Die Entnahme von Grundwasser im Einzugsbereich des Straussees muss nach Maßgabe der Wasseraemter reduziert werden. Benoetigtes Trinkwasser ist zusätzlich aus anderen Quellen zu decken.
Die Auffuellung des entstandenen Wasserdefizits im Straussee ist aus dem Gamengrund durch geeignete wasserbautechnische Maßnahmen herbeizuführen.

Fuer den Straussee und seine Zukunft ist viel zu tun. ml 29.03.2020